Archiv für das Tag 'Trick'

Jun 25 2008

Ablenkung bei der Arbeit kostet Milliarden

Autor: . Abgelegt unter Dunkle Horizonte

Kennst Du das nicht auch? Du solltest eigentlich arbeiten, doch gibt es andere Dinge die gerade viel wichtiger sind – Blumengießen, mal gucken ob die Post gekommen ist,… Bei mir kann das zu Hause manchmal ein echtes Problem werden. Mittlerweile haben auch viele modernen Firmen dieses Problem erkannt. Dabei geht es ganz besonders um die sog. „WebWorker“, also Mitarbeiter die auf das Internet angewiesen sind um ihren Job zu erledigen. In einer Studie haben Amerikaner berechnet das der Wirtschaft in den USA 600 Milliarden Dollar flöten gehen, weil Mitarbeiter nich konzentiert an einer Tätigkeit arbeiten, sondern immer wieder abschweifen.

Ich arbeite auch in einem solchen BerufsFeld. Ohne meinen PC könnte ich meine Arbeit heute nicht mehr verrichten. Ebenfalls sind eMails zu einem Hauptkommunikationsmedium geworden. Nebenbei natürlich noch InstantMessaging oder Video-/Voice-Konferenzen. Und wenn ich darüber nachdenke, kann ich die Bedenken der Amerikaner aus eigener Erfahrung teilen. Mir ist es schon oft passiert das eine neue eMail eingetroffen ist bei der ich „nur mal kurz“ gucken wollte und schon war der ganze Vormittag verbraucht. Eine Anfrage eines Kollegen über InstantMessage und schon ist eine halbe Stunde weg. Wenn ich dann am Abend nach Hause fahre frage ich mich manchmal, was ich eigentlich heute geschafft habe. Und genau darin liegt die Schwierigkeit – gerade für Unternehmen.

In vielen Bereichen gibt es einfach zuviel Ablenkung, bzw. Grundrauschen um konzentriert an einer Aufgabe zu arbeiten und nicht ständig abgelenkt zu werden. Da ich nun gezwungener Maßen ein paar Tage zu Hause bleiben musste, hatte ich mal wirklich Zeit mein Arbeitsverhalten der letzen Zeit unter die Lupe zu nehmen – und ein paar Idee für die Zukunft zu entwickeln:

  1. eMails
    Wie oft rufst Du deine eMails ab? Oder bist Du ständig online um sofort auf das Hinweisfenster reagieren zu können, sobald eine neue Nachricht eintrifft? Kannst Du dem kleinen Symbol in der Taskleiste auch nicht wiederstehen und musst es einfach anklicken? Ich bin in der Regel der letzen Variante gefolgt. Alle paar Minuten popt ein Fenster auf, das meine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Auch wenn es keine wichtige Nachricht ist, benötigst Du doch einfach Zeit dich von einem Thema zum anderen zu begeben und wieder zurück. In der Regel könnten die Informationen auch getrost noch zwei bis zwölf Stunden warten.
    Ganz besonders in Zeiten von Handy, eMail und Twitter scheint die ständige Erreichbarkeit und Informiertheit zum guten Ton zu gehören. Ich sehe das anders: Solange es transparent ist, reicht es auch aus in regelmäßigen Abständen sich um seine Mails zu kümmern. Ich werde mich in Zukunft darauf beschränken meine Mails nur noch gegen Mittag und gegen Nachmittag abzurufen. Das ist aus meiner Sicht völlig ausreichend. Für ganz dringende Dinge gibt es schließlich auch noch andere Wege mich zu erreichen.
    Und ganz wichtig! Schalte die InfoFenster deines MailProgramms ab! Es wird dich ablenken – so oder so.
  2. Arbeit am Desktop
    Hast Du eine der tollen Office-Anwendugen mit tausend Knöpfen und Features? – Die Du eigentlich überhaupt nicht brauchst, wenn Du gerade einfach nur Text produzieren willst. Wäre es manchmal nich wünschenswert einfach nur einen ganz schlichten Schirm zu habe, auf dem Du einfach nur deine Gedanken herunter schreiben kann? Mir auf jeden Fall hilft das ungemein. Auch hier versuche ich möglichst alle Ablenkungen auszuschalten, um nicht von der Software selber oder blinkenden Icons in der Taskleiste abgelenkt zu werden (Updates, InstantMessages, …). Wer das ganze einfach mal ausprobiere möchte: Ich empfehle euch Dark Room. Ein kleines Programm das im Vollbild arbeitet und einfach nichts weiter als einen Texteditor zur Verfügung stellt. Schlicht, einfach und frei von sämtlichen Ablenkungen. Die produzierte .TXT-Datei kann man im Anschluss einfach in anderen Anwendungen weiter bearbeiten und formatieren. Aus meiner Sicht eine sehr praktische Methode.
  3. RSS
    Rss ist eine total tolle Methode um ganz viele Informationen aus den verschiedensten Quellen zusammen zu tragen. Der Trick besteht im Prinzip darin, das die Informationen zu dir kommen und du nicht alle Webseiten von Hand absurfen brauchst. Somit kann man in einem Bruchteil der Zeit schauen, ob und wo es Neuigkeiten gibt. Und genau dort leigt das Problem: Wenn Du vorher 30 Minuten gebraucht hast deine LieblingsBlogs zu besuchen um zu sehen ob es etwas Neues gibt, bist Du mit RSS in drei Minuten im Bild. Und in der gewonnen Zeit könnte man ja ein paar andere Informationsquellen anzapfen. Plötzlich hat man dank dieser Technik rund 2000 ungelesene Items aus 300 Quellen im Eingang. Und nun? Welche Artikel lesen? Welche nicht?
    Und wenn Du dabei ganz ehrlich bist, liest Du am Ende doch nur die für dich wichtigsten Artikel, oder? Deswegen habe ich mir angewöhnt meine Rss-Feeds nach Wichtigkeit zu sortieren. Eine Kategorie die ich wirklich regelmäßig lese und eine Kategorie die an zweiter Stelle steht und nur von mir gelesen wird wenn ich Zeit übrig habe und eine dritte Kategorie, bei der ich einen Blick drauf werfe wenn mir wirklich langweilig wird. Somit läßt sich die Anzahl von Informationen im Zaum halten. Dabei steht die Auswahl von persönlich wichtigen Informationen ganz besonders im Vordergrund.
  4. Ham, Bacn und Spam
    Im Grunde benötigst Du lediglich ein sinnvolles System um mit den Aufgaben und Informationen des Tages klar zu kommen. In der Literatur findest Du dazu einiges wenn Du ein wenig suchst. Ich persönlich habe mich zu einer abgewandelten Form der GID (Get It Done), bzw. Eisenhower-Methode entschlossen. Vom Prinzip her funktioniert der Ablauf ganz einfach – und darum geht es eigentlich: Einfach muß es sein.
    Sobald eine Aufgabe oder Information bei mir landet kategorisiere ich sie in eine meiner drei WichtigkeitsStufen: Ham, Bacn oder Spam. Diese Bezeichnungen habe ich aus dem Bereich der eMails genommen.
    HAM bezeichnet dabei alles was FÜR MICH wichtig und lohnenswert ist. Wenn Du möchtest kannst Du Dinge mit einem Termin/einer Zeitbeschränkung nochmal hervorheben. Aber in der Regel ist das für mich nicht notwendig.
    BACN (Bacon gesprochen) sind Dinge die ich wichtig finde – ABER NICHT JETZT. Somit sind dies Aufgaben die ich für lohnenswert erachte, aber erst später erledigen werde, sobald die Dinge mit höchster Wichtigkeit erledigt sind.
    SPAM ist genau das, was die meisten darunter verstehen: lästiges Zeug um das ich mich nicht kümmen will. Wenn es lohnenswert ist versuche ich es an jemanden zu deligieren. Ansonsten wandert es direkt in den PapierKorb.

Mit dieser Aufteilung hat sich für mich bewährt und ich schaffe es (in fast) allen Fällen meine Zeit und mein Arbeitspensum zu erledigen. Um es nochmal zusammen zu fassen, hat sich für mich bewährt Ablenkunge zu eliminieren und Prioritäten festzulegen. Die Erkenntnis, das man nicht immer erreichbar sein muss -wenn man im Vorfeld dafür gesorgt hat auch mal verzichtbar zu sein- macht meinen Kopf dann immer ganz besonders frei um mich dann wieder mit neuer Kraft an die Arbeit zu machen.

Wie schaut das bei dir aus? Hast Du eine ähnliche Strategie oder versuchst Du etwas ganz anderes? Das würde mich echt mal interessieren – denn schließlich lernt man ja nie aus 😉

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Mrz 22 2008

WordPress Datenbank optimieren

Autor: . Abgelegt unter Dunkle Horizonte

Viele Blogger betreiben WordPress auf ihrem eigenen Server oder auf gemietetem Webspace. Somit sind Sie auch verantwortlich für die Pflege ihrer WordPressVersion und ihrer Datenbank. Wo auf der einen Seite die Pflege von WordPress recht offensichtlich ist – neu Plugins installieren, die aktuelle Version von WordPress aufspielen – wird auf der anderen Seite die Datenbank gerne vergessen. Jedenfalls so lange, wie sie keinen Ärger macht. Aber auch die Datenbank von WordPress muss gelegentlich optimiert und gewartet werden um auf lange Sicht genau diesen Ärger zu vermeiden und die Leistung zu optimieren. Und das Beste: Man braucht dank Plugins zum optimieren der Datenbank nicht ein Mal wirklich tiefgründiges KnowHow. Was mit Datenbanken mit der Zeit passiert und wie man Abhilfe schaffen kann?

Durch häufige Aufrufe deines Blogs wird genauso häufig deine Datenbank bemüht. Schließlich liegt sämtlicher Inhalt in der Datenbank. Bei ständigen Aufruf deiner MySQL-Datenbank werden systembedingt die Daten an physischen Speicheradessen abgelegt, die nach und nach immer weiter verstreut sind, also fragmentiert wie bei einer Festplatte. Daneben bleiben einige alte Daten, die eigentlich hätten gelöscht oder überschrieben werden sollen, physisch noch gespeichert. Sie werden zwar nie benutzt, aber immer wieder durchsucht. Das vergrößert die Datenbank, bremst die Performance und erhöht auch die Fehleranfälligkeit. Und obwohl es nur kleine Datenmenge sind, wird es mit der Zeit ein ordentlicher Haufen! Deshalb sollte von Zeit zu Zeit aufgeräumt werden.

Für Kenner unter euch: Es gibt unter MySQLAdmin drei passende Befehle: die MySQL-Kommandos myisamchk, isamchk und OPTIMIZE TABLES.

Die selben Aufgaben kann aber auch ganz komfortabel mit einem kleinen WordPressPlugin erledigt werden: Optimize DB
Nach der üblichen Installation und Aktivierung bietet dir das Plugin einen „OneButtonCheck“ an. Es zeigt dir was zu optimieren ist und erledigt das Ganze anstandslos mit nur einem Klick. Aber wie bei jeder Operation am offenen Herzen der Datenbank nicht vergessen: vorher sichern!

Wie bei Festplatten, empfiehlt sich eine solche Optimierung in regelmäßigen -je nach Umfang und Besucherzahlen des Blogs- Abständen.

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Feb 02 2008

Pandora Internetradio in Deutschland und Europa hören

Autor: . Abgelegt unter Dunkle Horizonte

Mittlerweile gibt es einen ganzen Blumenstrauss an Internetradios und Web2.0 Musikanwendungen. Aber so richtig zufrieden bin ich nur mit Pandora gewesen. Gewesen? Leider hat Pandora alle Nicht-US-Hörer aus lizentechnischen Gründen ausgesperrt. Nur noch Nutzer mit IPs aus Amerika dürfen auf diesen Dienst zugreifen! Ziemlich blöd. Deswegen hier ein kurzes Tutorial in drei kurzen Schritten um Pandora überall auf der Welt hören zu können:

  1. TOR-Netzwerk
    Das TOR-Netzwerk ist ein RouterNetzwerk mit dem man in der Regel seine Surfverhalten verschleiern kann. Obwohl es in der Regel sehr langsam ist, ist es für unser Vorhaben ein idealer Begleiter. Dieses Tool wird mit einem kleinen Trick dafür sorgen das unsere IP aus Amerika komm. Ladet euch einfach hier das Vidalia-Bundle von TOR herunter. Danach installiert TOR und VIDALIA (Pivoxy und Torbutton sind nicht nötig).
    Um sicher zu stellen das unsere IP aus USA kommt müssen jetzt noch wenige Zeilen in die Konfigdatei eingefügt werden. KEINE PANIK! Das ist ganz einfach: Im Startmenü findet ihr unter Programme->Vidalia Bundle->Tor die Textdatei „Torrc“. Öffnet sie und fügt folgende drei Zeilen ein:

    StrictExitNodes 1
    exitnodes desync,whistlersmother,lefkada,bettyboop,croeso,TorLuwakOrg,nixnix,inap1,redpineapple,cronic,sasquatch,slowturtle2
    EntryNodes blutmagie, chaoscomputerclub23, tutzing, charlesbabbage, bellum, torRules, BARACUDA, baloe
    StrictEntryNodes 1
    NewCircuitPeriod 120 seconds
    RendNodes desync, whistlersmother, lefkada, croeso, bettyboop, moobzilla, sasquatch, nixnix, jalopy
    BandwidthRate 1MB

    Speichern nicht vergessen!

  2. Als nächstes müssen wir unseren Internetexplorer oder Firefox noch dazu bringen diese US-IP zu benutzen wenn wir auf Pandora zu greifen. Dazu einfach eine TextDatei mit dem Editor erstellen und folgenden Zeilen einfügen:

    function FindProxyForURL(url, host)
    {
    if (shExpMatch(host, „www.pandora.com“)) return „SOCKS 127.0.0.1:9050“;
    return „DIRECT“;
    }

    Diese Datei speichert ihr einfach direkt auf C: als tor.txt ab.

  3. Internetexplorer konfigurieren
    Um den Internetexplorer richtig zu konfigurieren startet ihr ihn und öffnet dann unter „Extras“ die „Internetoptionen“ und wählt den Reiter „Verbindung“ aus. Dort findet ihr den Knopf „LAN-Einstellungen“. Auf der folgenden Seite wählt ihr die Option „automatisches KonfigurationsScript verwenden“ und gebt in der folgenden Zeile die Position unseres kleinen Scripts an. In meinem Fall ist das „file://c:/tor.txt“
  4. Firefox konfigurieren
    Auch bei Firefox musst Du -sofern Du ihn verwendest- den Ort für unser Script angeben. Das findet sich bei „Extras->Einstellungen->Erweitert->Netzwerk“. Im Bereich „Festlegen wie Firefox sich mit dem Internet verbindet“ kannst Du auch wieder die Option „automatische Proxy-Konfigurations-URL“ einzugeben. Auch hier einfach die Option wählen und „file://c:/tor.txt“ als Ort angeben.
  5. Rechner neu starten und schon sollte Pandora laufen! Eine tolle Variante ist auch OpenPandora – ein OpenSpourceTool für Pandora, damit du nicht immer den Browser öffnen musst. Damit es läuft musst Du wie beschrieben die InternetexplorerOptionen einstellen, da die Software mit dem IE arbeitet.

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