Archiv für das Tag 'Studiengebühren'

Apr 13 2009

Die Bildung ins Klo gespült

Autor: . Abgelegt unter Dunkle Horizonte

Rund 500.000 Euro an Studienbeiträgen wollte die Bonner Uni bis vor Kurzem in die heruntergekommenen Toiletten im Hauptgebäude stecken. Selbst im Senat wurden die Studentenvertreter schlicht überstimmte. Erst als die Landesregierung in Düsseldorf die Hochschulleitung intern rügte und der öffentliche Druck zu groß wurde, ließen die Verantwortlichenvon ihrem Plan ab. Wenn ich solche Artikel lese [die Zeit] bekomme ich wirklich einen Hals und frage mich was die Verantwortlichen in den Universitäten sich eigentlich denken?! Toiletten als Verbesserung der Lehre? Vielleich hofft man das irgendwann das Thema Studiengebühren nicht mehr im Fokus der Öffentlichkeit steht, und das somit auch die Vergaberichtlinien nicht mehr im Fokus stehen. Das ist glücklicherweise noch nicht der Fall und ich hoffe das auch im Rahmen der allumfassenden Krise – was auch immer das ist – die Wachsamkeit nicht überschattet wird.

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Feb 04 2009

Studiengebühren an der Uni Bielefeld bleiben

Autor: . Abgelegt unter Dunkle Horizonte

Der Senat der Universität Bielefeld hat in seiner heutigen Sitzung eine neue Studienbeitragssatzung verabschiedet. Der bisherige Studienbeitrag in Höhe von einheitlich 350 Euro pro Semester wird damit auch künftig erhoben. Die Neufassung der Satzung wird ab kommendem Sommersemester unbefristet gültig und löst die auslaufende Übergangsregelung ab.
[Quelle: uni-bielefeld.de]

Damit zahlen alle Studierenden weiterhin circa 550€ Gebühren pro Semester – Tendenz steigend. Bis jetzt stiegen die Gebühren für Bahnkarte und Verwaltung jedes Jahr um rund 10-15€ an. Der Betrag bleibt also weiterhin eine ordentliche Hürde für viele Studierende. Schönen Dank an die CDU/FDP-Landesregierung, die diese Kosten erst ermöglicht hat. Wird Zeit für eine Abwahl.

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Jun 26 2008

Universität Bielefeld erhält ein glattes „Mangelhaft“

Autor: . Abgelegt unter Dunkle Horizonte

Die Diskussionen um die Notwendigkeit von Studiengebühren ist vor Kurzem erneut aufgeflackert, nachdem Hessen mehrer spannende Versuche unternahm seine Studiengebühren zu kippen. Doch neben der Diskussion über die grundsätzliche Entrichtung von Studiengebühren stellt sich auch immer die Frage nach dem „Wofür?“. Eine Studie Universität Hohenheim unter Leitung von Prof. Dr. Markus Voeth veröffentlichte gerade seine Studie „Gebührenkompass“ mit der Fragestellung „Wie zufrieden sind die Studenten mit den Verbesserungen durch Studiengebühren?„. Dabei hat die Universität Bielefeld im Hochschulranking Platz 48 von 54 erreicht. Mit einer Note von 5,1 reichte es in Bielefeld nicht mal für ein glattes „Mangelhaft“.

Neben der ungerechten Verteilung identifiziert die Studie einen Ursachen-Mix als Grund für Unzufriedenheit und fehlende Akzeptanz. Dieser Mix reicht von mangelhafter Information bis zu der Angst, dass die Landespolitiker die Studiengebühren missbrauchen, um künftig die Ausstattung der Universitäten zu kürzen. Bundesweit gaben 74% aller Gebührenzahler an, bislang noch keine Verbesserung der Lehre wahrgenommen zu haben. Ein Umstand, der sich nach Auffassung vieler auch nicht ändern wird: Drei Viertel dieser Gruppe erwarten auch für die Zukunft keine Verbesserung.

Somit ist der subjektive Eindruck der Studierendenschaft gegenüber der Verwendung von Studiengebühren denkbar schlecht. In einem Artikel der Zeit konnte ich heute lesen

„An der Universität Bielefeld protestierten die Studentenvertreter der Sozialwissenschaftler, Historiker, Sportler und Mathematiker gegen die ungerechte Verteilung der Gebühren. Nach ihren Angaben haben Chemie, Physik und die technischen Fächer im Wintersemester 2007/2008 40 Prozent der Gelder, die im Wettbewerb verteilt werden, kassiert, obwohl sie nur ein Zehntel aller Studenten stellen.“
[Quelle: die Zeit]

Nachdem die Politik „Bildung“ als eine der wichtigsten Ressourcen für unser Land erkannt hat, wäre es schön wenn die Gesellschaft auch danach handeln würde. Die Abschaffung von Studiengebühren wäre ein guter, erster Schritt.

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Dez 07 2007

FDP fordert Senkung der Studiengebühren

Jedenfalls unser Bildungsminister Pinkwart in NRW. Nach Angaben der TAZ 

„forderte [er ]die Hochschulen gestern auf, die Gebühren zu senken, wenn sie das Geld nicht rechtmäßig ausgeben könnten. Die Beiträge der Studierenden müssten zur Verbesserung von Lehre und Studium eingesetzt werden, sagte er. Keine Hochschule sei gezwungen, den Höchstbetrag von 500 Euro zu nehmen.“

Da frag ich mich doch: Was ist den mit dem los? WeihnachtsMilde oder Altersverwirrtheit? War unser Pinkwart nicht einer der größten Verfechter der Studiengebühren in unserem BundesLand? Das die SPD anmahnt

„Die größte Hochschule im Land, die Uni Köln, hat laut SPD nur ein Viertel der in den vergangenen beiden Semestern eingenommenen Gebühren direkt zur Verbesserung des Studiums ausgegeben.“

verwundert mich nicht. Mich wundert nur das die Uni Köln so blöd ist und sich das auch noch nachweisen lässt. Denn mal ehrlich: Mit ein wenig Geschick kann man doch fast alle Kosten zum Wohle der Studierenden um deklarieren, oder?

Wenn die Gelder nur in die Lehre und nicht in die Forschung gesteckt werden sollen, wird es doch an einer Stelle besonders spannend – dem Personal. Der normale HochschulLehrende ist nun mal auch in der Forschung tätig. Und was bräuchten Uni mehr als vernünftige Lehre?! Alleine mit 15 neuen Beamern pro Fakultät oder anderem SchnickSchnack wird die Lehre leider nur begrenzt besser.

Aber bei der Diskussion zeigt sich – aus meiner Sicht- mal wieder ein Hauptproblem von BildungsPolitik: Erst handeln und dann nachdenken.

P.S.: Mich würde mal interessieren ob es einen Bericht über die Verwendung von Gebühren an der Uni Bielefeld gibt? Ich werde mal nachhaken.

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Jul 17 2006

Universitt Bielefeld – Studiengebhren, verkettete Tren und der Aufruf zur Gewalt

StudentenProteste und Universitt-Obrigkeit stacheln sich gegegenseitig auf!

Ich hab ja gestern Abend nur mal schnell ein wenig darber Frust abgelassen, dass ich ab demnchst Studiengebhren bezahlen darf. Als ich mich gerade ein wenig mehr mit den Vorgngen an der Uni beschftigt habe, bin ich mal wieder auf erschreckende Informationen getroffen. Erschreckend bezogen auf beide Seiten. Aber vielleicht sollte ich mal vorne anfangen, mit dem was ich bis jetzt erfahren habe
(Ich gebe keine Garantie auf Richtigkeit der Details. Alles so wie ich es zusammengetragen habe):

In einer Ratssitzung am Mittwoch den 12.Juli sollte ber die StudienGebhren beschlossen werden. Da diese Sitzungen ffentlich sind, aber anscheinend berechtigte Befrchtungen vor Ausschreitungen bestanden, sollte diese Sitzung ber mehrer GroLeinWnde in die UniHalle bertragen werden. Am Morgen hatte das SicherheitsUnternehmen der Uni schon mal vorsorglich den gesamten A-Turm der Universitt Bielefels abgesperrt und den Feueralarm auf lautlos gestellt (Karotte.org, Rince.de).

Von Seiten einiger weniger Studierenden kamen natrlich genau diese befrchteten Strungen und mittels eines Flugblattes wurde zu weitergehenden Strungen aufgerufen. Ein aus meiner Sicht vllig berzogener Aufruf zum gewaltttigen Widerstand:

SENATSSITZUNG VERHINDERN!
REKTORAT ABSETZEN!
STUDIENGEBHREN STOPPEN!
JEDES GEBHRENSEMESTER EINE MILLION SACH(ZWANG)SCHADEN!
KAMPF UMS GANZE!
WIR ZAHLEN NIX!

In diesem Flugblatt wurden auch die Adressen und Telefonnummern der professoralen Senatmitglieder aufgelistet.

Whrend der Senatssitzung ging es dann richtig rund. Verschiedene StudentenGruppen versuchten zum SenatsSaal vorzudringen und legten sich dabei mit den SicherheitsKrften an. Eine andere Gruppe drang auf ein Flachdach unterhalb des SitzungsSaals vor und strte den Ablauf mit ohrenbetubendem Krach. Als Resultat gab es soviel Aufruhr dass zwei studentische Senatoren garnicht erst bis zum SenatsSaal gelangen konnten, da auch sie von Sicherheitsbeamten aufgehalten wurden.

Trotz massiver Strungsversuche wurde ein Beschluss fr StudienGebhren getroffen. Dieser Beschluss wird aber in Zukunft noch angefochten, da unter Anderem die zwei studentischen Senatoren nicht an der Sitzung teilnehmen konnten. Ein Anwalt ist der AStA ist scheinabr eingeschaltet.

Danach wurde mal wieder das Rektorat besetzt, in dem anschlieend eine Pressekonferenz gegeben wurde (Tschuldigung fr die Qualitt, das Ganze ist aber nicht von mir)
Nach einer Richtigstellung durch einen Kommentar habe ich diesen Abschnitt gestrichen.

Wer noch das aktuelle Forum der Uni mchte: [hier]

Da frage ich mich doch: Wo soll das hinfhren?
Das Rektorat versucht mit allen Mitteln ihre Studiengebhren durchzusetzen. Die Studierenden versuchen mit Gewalt – meiner Meinung nach das schlechteste Mittel – dieses Ziel zu verhindern. Und die Politik? Und die ffentlichkeit? Wo sind die angagierten Eltern die ich in der Schule immerso gehasst habe? Wo die Lehrer und Akademiker? Alles schon im Ausland? Oder denkt mal wieder jeder nur an sich?

Das ist der groe Unterschied zu Protesten in Frankreich: In Deutschland gibt es einfach keinen Rckhalt in der Bevlkerung und den Gewerkschaften. Und aus diesem Grund rutschen alle diese Proteste in die Illegalitt ab. Solange unsere Gesellschaft aus BILD-Lesern und volltrunkenen Egoisten einfach ,wie bei fast allen Themen, zuschaut werden die Chancen immer geringer etwas zu bewirken. Und das ist sehr, sehr bedauerlich…

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