Archiv für das Tag 'Gebühren'

Jul 17 2006

Universitt Bielefeld – Studiengebhren, verkettete Tren und der Aufruf zur Gewalt

StudentenProteste und Universitt-Obrigkeit stacheln sich gegegenseitig auf!

Ich hab ja gestern Abend nur mal schnell ein wenig darber Frust abgelassen, dass ich ab demnchst Studiengebhren bezahlen darf. Als ich mich gerade ein wenig mehr mit den Vorgngen an der Uni beschftigt habe, bin ich mal wieder auf erschreckende Informationen getroffen. Erschreckend bezogen auf beide Seiten. Aber vielleicht sollte ich mal vorne anfangen, mit dem was ich bis jetzt erfahren habe
(Ich gebe keine Garantie auf Richtigkeit der Details. Alles so wie ich es zusammengetragen habe):

In einer Ratssitzung am Mittwoch den 12.Juli sollte ber die StudienGebhren beschlossen werden. Da diese Sitzungen ffentlich sind, aber anscheinend berechtigte Befrchtungen vor Ausschreitungen bestanden, sollte diese Sitzung ber mehrer GroLeinWnde in die UniHalle bertragen werden. Am Morgen hatte das SicherheitsUnternehmen der Uni schon mal vorsorglich den gesamten A-Turm der Universitt Bielefels abgesperrt und den Feueralarm auf lautlos gestellt (Karotte.org, Rince.de).

Von Seiten einiger weniger Studierenden kamen natrlich genau diese befrchteten Strungen und mittels eines Flugblattes wurde zu weitergehenden Strungen aufgerufen. Ein aus meiner Sicht vllig berzogener Aufruf zum gewaltttigen Widerstand:

SENATSSITZUNG VERHINDERN!
REKTORAT ABSETZEN!
STUDIENGEBHREN STOPPEN!
JEDES GEBHRENSEMESTER EINE MILLION SACH(ZWANG)SCHADEN!
KAMPF UMS GANZE!
WIR ZAHLEN NIX!

In diesem Flugblatt wurden auch die Adressen und Telefonnummern der professoralen Senatmitglieder aufgelistet.

Whrend der Senatssitzung ging es dann richtig rund. Verschiedene StudentenGruppen versuchten zum SenatsSaal vorzudringen und legten sich dabei mit den SicherheitsKrften an. Eine andere Gruppe drang auf ein Flachdach unterhalb des SitzungsSaals vor und strte den Ablauf mit ohrenbetubendem Krach. Als Resultat gab es soviel Aufruhr dass zwei studentische Senatoren garnicht erst bis zum SenatsSaal gelangen konnten, da auch sie von Sicherheitsbeamten aufgehalten wurden.

Trotz massiver Strungsversuche wurde ein Beschluss fr StudienGebhren getroffen. Dieser Beschluss wird aber in Zukunft noch angefochten, da unter Anderem die zwei studentischen Senatoren nicht an der Sitzung teilnehmen konnten. Ein Anwalt ist der AStA ist scheinabr eingeschaltet.

Danach wurde mal wieder das Rektorat besetzt, in dem anschlieend eine Pressekonferenz gegeben wurde (Tschuldigung fr die Qualitt, das Ganze ist aber nicht von mir)
Nach einer Richtigstellung durch einen Kommentar habe ich diesen Abschnitt gestrichen.

Wer noch das aktuelle Forum der Uni mchte: [hier]

Da frage ich mich doch: Wo soll das hinfhren?
Das Rektorat versucht mit allen Mitteln ihre Studiengebhren durchzusetzen. Die Studierenden versuchen mit Gewalt – meiner Meinung nach das schlechteste Mittel – dieses Ziel zu verhindern. Und die Politik? Und die ffentlichkeit? Wo sind die angagierten Eltern die ich in der Schule immerso gehasst habe? Wo die Lehrer und Akademiker? Alles schon im Ausland? Oder denkt mal wieder jeder nur an sich?

Das ist der groe Unterschied zu Protesten in Frankreich: In Deutschland gibt es einfach keinen Rckhalt in der Bevlkerung und den Gewerkschaften. Und aus diesem Grund rutschen alle diese Proteste in die Illegalitt ab. Solange unsere Gesellschaft aus BILD-Lesern und volltrunkenen Egoisten einfach ,wie bei fast allen Themen, zuschaut werden die Chancen immer geringer etwas zu bewirken. Und das ist sehr, sehr bedauerlich…

2 Kommentare

Jul 17 2006

StudienGebhren in Bielefeld

Damit hat Deutschland wohl dann auch seine letzte Chance auf Zukunft verspielt. Ab dem kommenden Wintersemester drfen alle StudentInnen 500 Studiengebhren zahlen.

Ich habe etwas Glck. Da ich ein alter Hase bin darf ich nur 200 pro Semester lhnen.
Eine Absolute Dreistigkeit!
Somit wird Deutschland wohl in absehbarer Zeit vllig verblden oder verschulden. Aber bei den Vorbildern in der Politik ist diese Entwicklung ja schon lange eingetreten.

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