Nov 14 2008
Habe ich heute beim stöbern gefunden
Wenn Du in den 50er, 60er oder 70er Jahren ein Kind warst, dann ist es kaum zum glauben, daß Du bisher überleben konntest.
Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.
Unsere Bettchen waren angemalt in strahlenden Farben voller Blei und Cadmium.
Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit dem Bleichmittel. Wenn wir es getan haben, wurde nicht der Hersteller verklagt, sondern wir bekamen ein paar auf die Ohren.
Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen.
Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.
Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen.
Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, daß wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.
Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mußten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen.
Niemand wußte, wo wir waren und wir hatten nicht einmal ein Handy dabei!
Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen angezeigt.
Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst.
Keiner fragte nach “Aufsichtspflicht”. Kannst Du Dich noch an “Unfälle” erinnern?
Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mußten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht.
Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht dick.
Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.
Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf DVD, Surround-Sound, eigene Fernseher, Internet-Chat-Rooms.
Wir hatten Freunde. Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße.
Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer Eltern.
Keiner brachte uns und keiner holte uns… Wie war das nur möglich?
Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöckchen und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer.
Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöckchen stachen wir nicht besonders viele Augen aus.
Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war.
Wer nicht gut war, mußte lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.
Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zu Änderungen der Leistungsbewertung.
Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken.
Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, daß die Eltern ihn nicht aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei! So etwas!
Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht.
Wir hatten Freiheit, Mißerfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem lernten wir, umzugehen.
[Verfasser unbekannt]
Tags: Erfolg, Freiheit, Mißerfolg, Verantwortung, Weisheit
Nov 08 2008
Oft finde ich Seiten im Internet die gerade in der Startphase sind, oder bei denen ich auf dem Laufenden bleiben möchte. Natürlich könnte ich diese Seiten in meinen Lesezeichen ablegen und sie später einfach nochmal ansehen. Aber wann gibt es etwas Neues? Oder wann schaue ich umsonst? Oft geht dabei eine Menge Zeit drauf. Bei vielen Seiten gibt es glücklicherweise eine Möglichkeit einen RSS Feed zu abonnieren. Doch nicht jede Seite stellt RSS zur Verfügung. Wer sich jetzt fragt: “Was ist RSS?”, der schaut sich einfach mal dieses Video an.
Auf jeden Fall habe ich nun eine spannenden Dienst gefunden, der auch für jede herkömmliche Seite einen RSS Feed erstellt – selbst wenn die ursrpüngliche Seite gar keinen RSS Feed anbietet.
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Tags: Überwachung, Feed, RSS
Nov 07 2008
Update: Am Ende des Beitrags findet ihr ein kurzes Papier der osnabrücker BlogFarm-Verantwortlichen zu Ihren Erfahrungen mit Uni-Blogs.
Seit kurzem gibt es an der Universität Bielefeld eine Blogfarm. Ähnlich wie bei großen Anbietern werden hier kostenlos Blogs unter dem Dach der Universität angeboten. Das ganze System funktioniert mit WordPress MU und bietet mit den dahinter liegenden Ressourcen des Rechenzentrums eine ganze Menge Kapazität an.
Der große Nachteil: Die Blogs sollen zurzeit nur Lehrenden zur Verfügung stehen, um ihre Veranstaltungen und Projekte zu begleiten. Für Studierende ist es im Moment nicht möglich einen eigenen Blog hier anzumelden. Und das ist meiner Meinung nach ein starkes Versäumnis. Wahrscheinlich besteht mal wieder unzureichendes Vertrauen in die Studierenden, bezüglich eines eigenen Webauftritts. Oder der geschätze Aufwand scheint zu hoch. Auf jeden Fall kann man zurzeit wohl sagen, das das Echo auf die “LernBlogs” – so der offizielle Name- eher verhalten ist. Die Gesamtzahl der gehosteten Blogs kann man zurzeit noch sehr bequem an einer Hand abzählen. Aus meiner Sicht gab es bis dato auch nur sehr wenig Werbung für dieses Projekt. Ich selber habe nur auf Umwegen davon erfahren.
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Tags: Blog, Universität, web 2.0, Wordpress
Nov 07 2008
Im Moment sind die asiatischen Länder ganz weit vorne bei der Entwicklung von lustigen Ideen zum Internet. Der letzte Clou: Die südkoreanische Regierung hat ein Gesetzt gegen Cybermobbing erlassen. Was grundsätzlich gut klingt, aber natürlich einen kleinen bürgerrechtlichen Datenschutzhaken hat: Jeder Benutzer soll ab sofort nur noch mit seinem RealNamen im Internet auftreten und ganz besonders nur noch mit echtem Namen in Foren posten dürfen. Die Internet-SittenPolizei wird die Einhaltung dieses Gesetzes überwachen. Das sogenannte “Choi-Jin-sil-Gesetz” soll anonym im Internet verbreitete Gerüchte und Hasstiraden auf ungebliebte Menschen verhindern. Das neue Gesetz ist nach der Schauspielerin Choi Jin-sil benannt, die sich Anfang Oktober vermutlich aufgrund aggressiven Cybermobbings das Leben genommen hatte. Eh…geht es noch?
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Nov 06 2008
Eine sehr spannende Entwicklung: In China kommt die erste Steuer auf virtuelle Güter. Das betrifft in der Regel den Verkauf von virtueller Währung in Onlinerollenspielen. Um zu verstehen was gemeint ist, solltest Du folgendes wissen: In den großen Onlinerollenspielen (MMORPG) wie zum Beispiel “World of Warcraft”, “Guildwars” oder “Dark Age of Camelot” kann man durch gutes Spiel Belohnungen in Form von virtuellen Gütern erhalten. Das kann eine tolle Rüstung für deinen Krieger oder einen neuen magischen Zauberstab für deinen Hexer sein. Dies dauert aber seine Zeit und erfordert auch ein wenig Geschick. Aus diesem Grund hat sich -wie im echten Leben- ein virtueller Markt für diese Objekte entwickelt: Die Spieler können SpielObjekte gegen Spielwährung kaufen. Das war jedenfalls der ursprüngliche Gedanke. Aber auch das erspielen der Spielwährung braucht Zeit. Somit haben sich findige Spieler überlegt, dass sie sich doch einfach ihren zeitlichen Aufwand in realem Geld bezahlen lassen wollen. Somit ist ein echter Markt für virtuelles Geld entstanden. Einige Spieler machen nichts weiter als in den Rollenspielen an lukrativen Orten im Spiel virtuellen Gold zu sammeln (goldfarming) und dieses nachher gegen echtes Geld an andere Spieler zu übergeben.
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Tags: Geld, MMORPG, Rollenspiel, Steuer