Nov 07 2008
Universität Bielefeld richtet kostenlose Blogs ein
Update: Am Ende des Beitrags findet ihr ein kurzes Papier der osnabrücker BlogFarm-Verantwortlichen zu Ihren Erfahrungen mit Uni-Blogs.
Seit kurzem gibt es an der Universität Bielefeld eine Blogfarm. Ähnlich wie bei großen Anbietern werden hier kostenlos Blogs unter dem Dach der Universität angeboten. Das ganze System funktioniert mit WordPress MU und bietet mit den dahinter liegenden Ressourcen des Rechenzentrums eine ganze Menge Kapazität an.
Der große Nachteil: Die Blogs sollen zurzeit nur Lehrenden zur Verfügung stehen, um ihre Veranstaltungen und Projekte zu begleiten. Für Studierende ist es im Moment nicht möglich einen eigenen Blog hier anzumelden. Und das ist meiner Meinung nach ein starkes Versäumnis. Wahrscheinlich besteht mal wieder unzureichendes Vertrauen in die Studierenden, bezüglich eines eigenen Webauftritts. Oder der geschätze Aufwand scheint zu hoch. Auf jeden Fall kann man zurzeit wohl sagen, das das Echo auf die “LernBlogs” – so der offizielle Name- eher verhalten ist. Die Gesamtzahl der gehosteten Blogs kann man zurzeit noch sehr bequem an einer Hand abzählen. Aus meiner Sicht gab es bis dato auch nur sehr wenig Werbung für dieses Projekt. Ich selber habe nur auf Umwegen davon erfahren.
Im Gegensatz dazu hat die Universität Osnabrück ein Blogangebot aus der Wiege gehoben, welches allen Studierenden und Lehrenden die Möglichkeit eröffnet einen eigenes WeBlog unter dem Dach der Universität zu betreiben. Bis heute haben sie mit den “uniBlogs” gute Erfahrungen gemacht und können auf eine beachtliche Anzahl von gelebten Blogs schauen.
Vielleicht schafft es die Universität Bielefeld irgendwann ihre Blogfarm auch für alle Interessenten an der Uni zu öffnen. Ich kann mir sonst nur einen sehr begrenzten Erfolg dieser Maßnahme vorstellen. Ich werde das Ganze aber definitiv im Auge behalten und versuche es ein wenig zu unterstützen, indem ich es bekannter mache: Also Uni-Blogger, weitersagen!
Hier gibt es noch einen kurzen Erfahrungsbericht aus Osnabrück, zur dort genutzten Blogfarm. Am einfachsten liest sich das Dokument wenn Du auf den Vollbildmodus des Readers umschaltest (das Icon ganz rechts in der Menüleiste):
Praxisbericht Uniblogs / Blogfarm
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7 Kommentare
Hallo,
grundsätzlich finde ich auch, dass Blogs möglichst offen sein sollten. Gerade diese Eigenschaft macht ja die Blogosphäre so spannend. Aber an einer Institution wie einer Universität ist das natürlich nicht einfach. Daher habt Nachsicht. Andere Universitäten lassen eine Blogfarm überhaupt nicht zu.
Ciao Tim
Natürlich kann ich mir vorstellen wie schwierig es ist, so etwas durch zu setzen. Aber in fände es trotzdem super wenn auch den Studierenden die Möglichkeit gegeben würde – selbst wenn ich mir vorstellen könnte, das gar nicht so viele Studenten einen Blog bei der Uni hosten würden- eine Möglichkeit zu geben einen eigenen Blog zu betreiben. Ich fände aber das Zeichen gut, welches damit gesetzt wird, wenn die Uni es wenigstens versuchsweise geschehen lassen würde.
Es ist aber auch total nervig, wenn jeder dritte Satz eines Dozenten “Weiterführende Informationen finden sie auf meinem Blog” ist… Alles schon erlebt…
Da stellt sich die spannende Frage, wofür man einen Blog in der Lehre braucht? Wenn es nur darum geht Informationen von Einzelpersonen abzulegen, da könnte man auch problemlos das StudIP benutzen. Spannend wird es meiner Meinung nach erst, wenn ein Uni-Blog für den Austausch eingesetzt wird – was natürlich den Einsatz aller Beteiligten erfordert. Bei privaten Blogs, oder Privaten Blogs an der Uni, würde ich das wiederum anders sehen: da darf es ja ruhig “lediglich” um Meinungsäußerung gehen.
Leider ist es gerade bei der ersten Variante – also dem “gemeinsamen Lern-/Arbeistblog” ziemlich schwierig Interesse und Akzeptanz zu finden. Warum das meiner Meinung nach so ist? Ich könnte mir vorstellen das es einfach mit dem Mehraufwand einhergeht, der mit einem weiteren Medium verbunden ist. Viele sind mit den stetig steigenden Präsenzanforderungen ,aus meiner Sicht, schon so belastet das sie für neue Ideen keine Zeit finden (wollen). Wie sind da eure Erfahrungen?
Ich habe noch einen Erfahrungsbericht aus Osnabrück gefunden und einfach mal dem Artikel beigefügt.
So, ein Zufall – gerade als ich einen Kommentar in das Blog eines meiner Seminare schreiben wollte, ist mir dein Beitrag dazu aufgefallen. Ich als mittelalter “Blog-Hase” finde die Idee mit den Seminar begleitenden Blogs ziemlich gut und würde mir wünschen, dass sie bei mehr Veranstaltungen eingesetzt werden…
Ich fände das auch sehr spannend. Wie gut läuft den der BlogEinsatz bei dir im Seminar? Ist die Blognutzung freiwillig oder gehört sie zu den Leistungsanforderungen?
Ich fände es super ein paar Erfahrungen mit mit dieser Form von E-Learning berichtet zu bekommen.