Aug 26 2008
Report München macht Lobbyarbeit
Boah! Hab ich mich gestern aufgeregt, als gegen Abend Report München einen “Bericht” zum Datenschutz gesendet hat. Selbst ich, als gesetzlicher Laie, hatte die ganze Zeit den Eindruck das hier einige Dinge nicht richtig dargestellt wurden und ordentlich Stimmung gegen den Datenschutz gemacht wurde. Das ganze klang frühlich nach: “Datenschutz gleich Täterschutz” und “Wer nichts zu verbergen hat…” und schien mir ziemlich falsch recherchiert und an den Haaren herbeigezogen. Heute morgen bin ich dann bei NetzPolitik auf einen Artikel gestoßen der zu meiner Meinung passt, das Ganze auch belegen kann. Ich hoffe das die restlichen ARD Zuschauer auch eher kritisch hingeschaut haben und nicht alles einfach so annehmen. Aber es war halt auch eine Sendung von jenseits des WeißWurstÄquators. Da kann man zwar wenig erwarten, aber solche plumpe Berichterstattung war echt dreißt für die Öffentlich-Rechtlichen.
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Ein Kommentar
Es gibt ja immer wieder Stimmen, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als Staatsfunk bezeichnen. Dieser Report München Beitrag gehört sicher zur Indiziensammlung. Man könnte mal die Frage in den Raum werfen, ob es sich hier nicht um politische Schleichwerbung handelt. Die ist nämlich verboten. Hier hat der ÖR mal vor kurzem einen schönen Beitrag gebracht, in dem belegt wurde, dass das Bundesfamilienministerium und Bundesgesundheitsministerium Radiobeiträge produzieren lies, die als freie, unabhängige Recherchen der Sender ausgestrahlt wurden. Natürlich war hier der Privatfunk betroffen. Die Öffentlich-Rechtlichen würden so was ja nie machen. Fazit: Die guten Sitten reißen ein und man sollte besser nichts mehr glauben, was in den großen Medien gesendet wird. Lustig auch eine Äußerung von ZDF-Intendant Schächter "Im Internet ist eine Regulierung der Meinungsvielfalt nötig." http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=1574 Wie das wohl gemeint ist? Bläst der Wind aus der Blogger-Szene den Herren wohl zu steif ins Gesicht? Zumindest zeigt der Spruch den Herrn Schächter schon, wie es mit dem Demokratieverständnis bestellt ist.
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