Monatsarchiv für Juni 2008

Jun 26 2008

Universität Bielefeld erhält ein glattes „Mangelhaft“

Autor: . Abgelegt unter Dunkle Horizonte

Die Diskussionen um die Notwendigkeit von Studiengebühren ist vor Kurzem erneut aufgeflackert, nachdem Hessen mehrer spannende Versuche unternahm seine Studiengebühren zu kippen. Doch neben der Diskussion über die grundsätzliche Entrichtung von Studiengebühren stellt sich auch immer die Frage nach dem „Wofür?“. Eine Studie Universität Hohenheim unter Leitung von Prof. Dr. Markus Voeth veröffentlichte gerade seine Studie „Gebührenkompass“ mit der Fragestellung „Wie zufrieden sind die Studenten mit den Verbesserungen durch Studiengebühren?„. Dabei hat die Universität Bielefeld im Hochschulranking Platz 48 von 54 erreicht. Mit einer Note von 5,1 reichte es in Bielefeld nicht mal für ein glattes „Mangelhaft“.

Neben der ungerechten Verteilung identifiziert die Studie einen Ursachen-Mix als Grund für Unzufriedenheit und fehlende Akzeptanz. Dieser Mix reicht von mangelhafter Information bis zu der Angst, dass die Landespolitiker die Studiengebühren missbrauchen, um künftig die Ausstattung der Universitäten zu kürzen. Bundesweit gaben 74% aller Gebührenzahler an, bislang noch keine Verbesserung der Lehre wahrgenommen zu haben. Ein Umstand, der sich nach Auffassung vieler auch nicht ändern wird: Drei Viertel dieser Gruppe erwarten auch für die Zukunft keine Verbesserung.

Somit ist der subjektive Eindruck der Studierendenschaft gegenüber der Verwendung von Studiengebühren denkbar schlecht. In einem Artikel der Zeit konnte ich heute lesen

„An der Universität Bielefeld protestierten die Studentenvertreter der Sozialwissenschaftler, Historiker, Sportler und Mathematiker gegen die ungerechte Verteilung der Gebühren. Nach ihren Angaben haben Chemie, Physik und die technischen Fächer im Wintersemester 2007/2008 40 Prozent der Gelder, die im Wettbewerb verteilt werden, kassiert, obwohl sie nur ein Zehntel aller Studenten stellen.“
[Quelle: die Zeit]

Nachdem die Politik „Bildung“ als eine der wichtigsten Ressourcen für unser Land erkannt hat, wäre es schön wenn die Gesellschaft auch danach handeln würde. Die Abschaffung von Studiengebühren wäre ein guter, erster Schritt.

Ein Kommentar

Jun 25 2008

Ablenkung bei der Arbeit kostet Milliarden

Autor: . Abgelegt unter Dunkle Horizonte

Kennst Du das nicht auch? Du solltest eigentlich arbeiten, doch gibt es andere Dinge die gerade viel wichtiger sind – Blumengießen, mal gucken ob die Post gekommen ist,… Bei mir kann das zu Hause manchmal ein echtes Problem werden. Mittlerweile haben auch viele modernen Firmen dieses Problem erkannt. Dabei geht es ganz besonders um die sog. „WebWorker“, also Mitarbeiter die auf das Internet angewiesen sind um ihren Job zu erledigen. In einer Studie haben Amerikaner berechnet das der Wirtschaft in den USA 600 Milliarden Dollar flöten gehen, weil Mitarbeiter nich konzentiert an einer Tätigkeit arbeiten, sondern immer wieder abschweifen.

Ich arbeite auch in einem solchen BerufsFeld. Ohne meinen PC könnte ich meine Arbeit heute nicht mehr verrichten. Ebenfalls sind eMails zu einem Hauptkommunikationsmedium geworden. Nebenbei natürlich noch InstantMessaging oder Video-/Voice-Konferenzen. Und wenn ich darüber nachdenke, kann ich die Bedenken der Amerikaner aus eigener Erfahrung teilen. Mir ist es schon oft passiert das eine neue eMail eingetroffen ist bei der ich „nur mal kurz“ gucken wollte und schon war der ganze Vormittag verbraucht. Eine Anfrage eines Kollegen über InstantMessage und schon ist eine halbe Stunde weg. Wenn ich dann am Abend nach Hause fahre frage ich mich manchmal, was ich eigentlich heute geschafft habe. Und genau darin liegt die Schwierigkeit – gerade für Unternehmen.

In vielen Bereichen gibt es einfach zuviel Ablenkung, bzw. Grundrauschen um konzentriert an einer Aufgabe zu arbeiten und nicht ständig abgelenkt zu werden. Da ich nun gezwungener Maßen ein paar Tage zu Hause bleiben musste, hatte ich mal wirklich Zeit mein Arbeitsverhalten der letzen Zeit unter die Lupe zu nehmen – und ein paar Idee für die Zukunft zu entwickeln:

  1. eMails
    Wie oft rufst Du deine eMails ab? Oder bist Du ständig online um sofort auf das Hinweisfenster reagieren zu können, sobald eine neue Nachricht eintrifft? Kannst Du dem kleinen Symbol in der Taskleiste auch nicht wiederstehen und musst es einfach anklicken? Ich bin in der Regel der letzen Variante gefolgt. Alle paar Minuten popt ein Fenster auf, das meine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Auch wenn es keine wichtige Nachricht ist, benötigst Du doch einfach Zeit dich von einem Thema zum anderen zu begeben und wieder zurück. In der Regel könnten die Informationen auch getrost noch zwei bis zwölf Stunden warten.
    Ganz besonders in Zeiten von Handy, eMail und Twitter scheint die ständige Erreichbarkeit und Informiertheit zum guten Ton zu gehören. Ich sehe das anders: Solange es transparent ist, reicht es auch aus in regelmäßigen Abständen sich um seine Mails zu kümmern. Ich werde mich in Zukunft darauf beschränken meine Mails nur noch gegen Mittag und gegen Nachmittag abzurufen. Das ist aus meiner Sicht völlig ausreichend. Für ganz dringende Dinge gibt es schließlich auch noch andere Wege mich zu erreichen.
    Und ganz wichtig! Schalte die InfoFenster deines MailProgramms ab! Es wird dich ablenken – so oder so.
  2. Arbeit am Desktop
    Hast Du eine der tollen Office-Anwendugen mit tausend Knöpfen und Features? – Die Du eigentlich überhaupt nicht brauchst, wenn Du gerade einfach nur Text produzieren willst. Wäre es manchmal nich wünschenswert einfach nur einen ganz schlichten Schirm zu habe, auf dem Du einfach nur deine Gedanken herunter schreiben kann? Mir auf jeden Fall hilft das ungemein. Auch hier versuche ich möglichst alle Ablenkungen auszuschalten, um nicht von der Software selber oder blinkenden Icons in der Taskleiste abgelenkt zu werden (Updates, InstantMessages, …). Wer das ganze einfach mal ausprobiere möchte: Ich empfehle euch Dark Room. Ein kleines Programm das im Vollbild arbeitet und einfach nichts weiter als einen Texteditor zur Verfügung stellt. Schlicht, einfach und frei von sämtlichen Ablenkungen. Die produzierte .TXT-Datei kann man im Anschluss einfach in anderen Anwendungen weiter bearbeiten und formatieren. Aus meiner Sicht eine sehr praktische Methode.
  3. RSS
    Rss ist eine total tolle Methode um ganz viele Informationen aus den verschiedensten Quellen zusammen zu tragen. Der Trick besteht im Prinzip darin, das die Informationen zu dir kommen und du nicht alle Webseiten von Hand absurfen brauchst. Somit kann man in einem Bruchteil der Zeit schauen, ob und wo es Neuigkeiten gibt. Und genau dort leigt das Problem: Wenn Du vorher 30 Minuten gebraucht hast deine LieblingsBlogs zu besuchen um zu sehen ob es etwas Neues gibt, bist Du mit RSS in drei Minuten im Bild. Und in der gewonnen Zeit könnte man ja ein paar andere Informationsquellen anzapfen. Plötzlich hat man dank dieser Technik rund 2000 ungelesene Items aus 300 Quellen im Eingang. Und nun? Welche Artikel lesen? Welche nicht?
    Und wenn Du dabei ganz ehrlich bist, liest Du am Ende doch nur die für dich wichtigsten Artikel, oder? Deswegen habe ich mir angewöhnt meine Rss-Feeds nach Wichtigkeit zu sortieren. Eine Kategorie die ich wirklich regelmäßig lese und eine Kategorie die an zweiter Stelle steht und nur von mir gelesen wird wenn ich Zeit übrig habe und eine dritte Kategorie, bei der ich einen Blick drauf werfe wenn mir wirklich langweilig wird. Somit läßt sich die Anzahl von Informationen im Zaum halten. Dabei steht die Auswahl von persönlich wichtigen Informationen ganz besonders im Vordergrund.
  4. Ham, Bacn und Spam
    Im Grunde benötigst Du lediglich ein sinnvolles System um mit den Aufgaben und Informationen des Tages klar zu kommen. In der Literatur findest Du dazu einiges wenn Du ein wenig suchst. Ich persönlich habe mich zu einer abgewandelten Form der GID (Get It Done), bzw. Eisenhower-Methode entschlossen. Vom Prinzip her funktioniert der Ablauf ganz einfach – und darum geht es eigentlich: Einfach muß es sein.
    Sobald eine Aufgabe oder Information bei mir landet kategorisiere ich sie in eine meiner drei WichtigkeitsStufen: Ham, Bacn oder Spam. Diese Bezeichnungen habe ich aus dem Bereich der eMails genommen.
    HAM bezeichnet dabei alles was FÜR MICH wichtig und lohnenswert ist. Wenn Du möchtest kannst Du Dinge mit einem Termin/einer Zeitbeschränkung nochmal hervorheben. Aber in der Regel ist das für mich nicht notwendig.
    BACN (Bacon gesprochen) sind Dinge die ich wichtig finde – ABER NICHT JETZT. Somit sind dies Aufgaben die ich für lohnenswert erachte, aber erst später erledigen werde, sobald die Dinge mit höchster Wichtigkeit erledigt sind.
    SPAM ist genau das, was die meisten darunter verstehen: lästiges Zeug um das ich mich nicht kümmen will. Wenn es lohnenswert ist versuche ich es an jemanden zu deligieren. Ansonsten wandert es direkt in den PapierKorb.

Mit dieser Aufteilung hat sich für mich bewährt und ich schaffe es (in fast) allen Fällen meine Zeit und mein Arbeitspensum zu erledigen. Um es nochmal zusammen zu fassen, hat sich für mich bewährt Ablenkunge zu eliminieren und Prioritäten festzulegen. Die Erkenntnis, das man nicht immer erreichbar sein muss -wenn man im Vorfeld dafür gesorgt hat auch mal verzichtbar zu sein- macht meinen Kopf dann immer ganz besonders frei um mich dann wieder mit neuer Kraft an die Arbeit zu machen.

Wie schaut das bei dir aus? Hast Du eine ähnliche Strategie oder versuchst Du etwas ganz anderes? Das würde mich echt mal interessieren – denn schließlich lernt man ja nie aus 😉

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Jun 21 2008

Where The Hell is Matt 2008?

Autor: . Abgelegt unter Dunkle Horizonte

Erinnert ihr euch noch an Matt? Dem jungen Mann, der die Welt bereiste, an wirklich schönen Stellen tanzte und davon ein Video drehte. Genau! Jetzt gibt es eine Fortsetzung: Where The Hell is Matt 2008?

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Jun 21 2008

Es gibt einen Gott…

Autor: . Abgelegt unter Dunkle Horizonte

… und der hasst mich.

Anders kann ich mir das auf jeden Fall nicht erklären: Ich bin das erste Mal nach vielen Jahren wieder krank und sitze hier mit Fieber im Bett fest und draußen ist das Schützenfest in vollem Gange. Ich kann nicht fliehen und da ich keine Stimme habe, kann ich nicht mal wild fluchen. Das sieht verdächtig nach schlechtem Karma aus…

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Jun 18 2008

Stimmabgabe

Autor: . Abgelegt unter Dunkle Horizonte

Seit ein paar Tage bin ich nun heiser. Da ich mich eigentlich schonen wollte, es aber mal wieder nicht hin bekommen habe, ist die Stimme nun ganz weg. Hab ich mal wieder gut gemacht.

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