Dez 07 2007

FDP fordert Senkung der Studiengebühren

Jedenfalls unser Bildungsminister Pinkwart in NRW. Nach Angaben der TAZ 

„forderte [er ]die Hochschulen gestern auf, die Gebühren zu senken, wenn sie das Geld nicht rechtmäßig ausgeben könnten. Die Beiträge der Studierenden müssten zur Verbesserung von Lehre und Studium eingesetzt werden, sagte er. Keine Hochschule sei gezwungen, den Höchstbetrag von 500 Euro zu nehmen.“

Da frag ich mich doch: Was ist den mit dem los? WeihnachtsMilde oder Altersverwirrtheit? War unser Pinkwart nicht einer der größten Verfechter der Studiengebühren in unserem BundesLand? Das die SPD anmahnt

„Die größte Hochschule im Land, die Uni Köln, hat laut SPD nur ein Viertel der in den vergangenen beiden Semestern eingenommenen Gebühren direkt zur Verbesserung des Studiums ausgegeben.“

verwundert mich nicht. Mich wundert nur das die Uni Köln so blöd ist und sich das auch noch nachweisen lässt. Denn mal ehrlich: Mit ein wenig Geschick kann man doch fast alle Kosten zum Wohle der Studierenden um deklarieren, oder?

Wenn die Gelder nur in die Lehre und nicht in die Forschung gesteckt werden sollen, wird es doch an einer Stelle besonders spannend – dem Personal. Der normale HochschulLehrende ist nun mal auch in der Forschung tätig. Und was bräuchten Uni mehr als vernünftige Lehre?! Alleine mit 15 neuen Beamern pro Fakultät oder anderem SchnickSchnack wird die Lehre leider nur begrenzt besser.

Aber bei der Diskussion zeigt sich – aus meiner Sicht- mal wieder ein Hauptproblem von BildungsPolitik: Erst handeln und dann nachdenken.

P.S.: Mich würde mal interessieren ob es einen Bericht über die Verwendung von Gebühren an der Uni Bielefeld gibt? Ich werde mal nachhaken.

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