Mai 03 2007

Anonym Surfen – Datenschutz im Internet

„Wie kann ich anonym im Internet surfen?“
„Kann man vermeiden seine Spuren im Internet zu hinterlassen?“

Diese oder ähnliche Fragen habe ich in letzter Zeit häufiger gestellt bekommen. Gerade bei der aktuellen Diskussion um die innere Sicherheit, geheime OnlineDurchsuchung und der kommenden Vorratsdatenspeicherung scheint das Bewusstsein zum Datenschutz im Internet immer größer zu werden – oder wenigstens für einen kurzen Moment auf dem Wahrnehmungshorizont des Otto-Normal-Users zu erscheinen.

Doch welche Spuren hinterlassen wir eigentlich im Internet? Und warum kann dies durchaus zum Nachteil sein?
Wer jetzt ausruft „Ich habe nichts zu verbergen!“ sollte sich mal diese Texte [1][2][3]genauer anschauen und sie als einen kleinen Gedankenanstoß nutzen. Wer das Ganze mal ein wenig zynischer betrachten möchte, dem sind folgende Quellen empfohlen [4][5][6]

Datenschutz ist Grundrechtsschutz! Er dient dem Schutz unschuldiger Menschen!

Vor diesem Hintergrund möchte in den nächsten Tagen einige Beiträge zum Thema „Datenschutz im Internet“ und „Anonym surfen“ veröffentlichen. Allen Interessierten sollte aber auf jeden Fall jetzt bereits eines klar sein: Absolute Anonymität im Internet ist nicht möglich und schützt nur begrenzt vor Strafverfolgung! Wer also eine Anleitung sucht um seine krummen Machenchenschaften zu tarnen, den muss ich leider im Vorfeld enttäuschen. Es geht lediglich euch einen kurzen Einblick, um zu vermitteln mit welchen einfachen Mitteln JEDER Nutzer das Prinzip der Datensparsamkeit im Internet umsetzen kann und somit sein Recht auf informationelle Selbstbestimmung stärkt. Ich werde euch zeigen mit welchen einfachen und absolut kostenlosen Tools und Erweiterungen ihr eure Daten besser im Zaum halten könnt.

In den folgende Beiträgen soll es im Schwerpunkt um folgendes gehen:

  • Cookies
    Wer welche Daten sammelt und wie mit Hilfe von kleinen Dateien umfangreiche Profile und eindeutige Benutzeridentifikationen möglich sind. Was kleine „Kekse“ alles verraten und wie ich der SammelWut Einhalt gebieten kann
  • Scripte
    Warum Scripte nicht nur nützliche Funktionen erfüllen und Java-Script ein beliebter Weg zum Datensammeln ist. Wege aus der Script-Flut.
  • Header
    Was dein Browser alles über dich verrät und wie man diese „PlauderTasche“ mit einfachen Mitteln bändigen kann.
  • IP-Adresse
    Wie eine eindeutige Adresse dich identifiziert und welche Möglichkeiten es gibt sich dieser Eindeutigkeit zu entziehen. Proxys und Anonymisierungs-Netzwerke.

Ich werde versuchen die Texte so unkompliziert wie möglich und ohne zuviel technische Details zu schreiben. Wer es gerne ganz genau haben möchte sollte mich einfach mal kontaktieren 😉

5 Kommentare

  • Andre

    Ohaohaoha, da pass bei diesen Themen mal gleich gut auf, dass hier nicht bald Stasi 2.0 vor der Tür steht!

  • Zinthirius

    Witzig! Damit passiert genau das geplante:

    „Deshalb ist es eigentlich sinnvoll, jeden Protest vorsorglich unter Verdacht zu stellen. Ob diese Befürchtung dann berechtigt war, erweist allein der kontrollierende Zugriff des Staates.[…]Der rhetorische Kniff besteht stattdessen in der zwischen den Zeilen formulierten Drohung, dass der Protestierer als verdächtig angesehen werden könnte. Die Kritiker geraten dadurch in Begründungsnot, weil sie beweisen müssen, dass sie nicht durch heimliche Sympathie oder fahrlässige Naivität motiviert sind.“
    (Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23625/1.html„, 04.05.07)

    Also in diesem Sinne 😉

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