Apr 02 2007

Bücherjäger werden – Bücher in freier Wildbahn

Menschen lassen Bücher frei? Sie beschriften sie mit Nummern und einem kleinen Begleitschreiben und lassen sie an öffentlichen Plätzen liegen, damit sie gefunden und mitgenommen werden. Die Finder lesen die Bücher und lassen sie danach wieder frei damit sich ein weitere unbekannter Leser daran erfreuen kann. Andere Menschen machen Jagd auf die schönsten Exemplare und werden zu “BücherJäger”. Gibt es nicht?!? Oh Doch!

Auch ich werde mich an der Befreiung beteiligen. Dieser Trend kommt aus Amerika und ist mittlerweile ein riesen Renner. Hier in Europa findet es gerade seinen Anfang. Das ganze funktioniert eigentlich recht einfach:
Die WebSite bookcrossing.com ist die internationale Drehscheibe für alle BuchJäger und -Befreier. Wer ein Buch jagen will schaut einfach in der Rubrik “go hunting” nach Büchern in seiner Stadt (Allein Minden hat zurzeit 30 freilaufende Bücher). Hier findet man Titel und genaue Angaben über den “Ort der Freilassung”. Und schon kann die Jagd losgehen!
Hat man das Buch gefunden trägt man den Fund kurz auf der Startseite ein (BCID) ein, damit jeder weis, dass das Buch gefunden und in guten Händen ist. Nach dem Lesen wird das Buch dann wieder auf die Reise geschickt (und natürlich auf der WebSite bekannt gegeben)

Wer selber eines seiner Bücher frei lassen möchte um zu sehen welche Reisen es auf sich nimmt kann sich kostenlos registrieren und seine Bücher mit einer einmaligen BCID (bookcrossing ID) versehen. Danach kann die Reise der Bücher beginnen.

Ich finde das eine wunderschöne Idee. Auch gerade für jüngere aber auch ältere Leser, die ihren Sinn für Abenteuer nicht verloren haben. Auf jeden Fall werde ich in Kürze ein paar Bücher freilassen – und euch natürlich berichten. Vielleicht ist ja der ein oder andere BücherJäger unter euch!


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3 Kommentare

3 Kommentare zu “Bücherjäger werden – Bücher in freier Wildbahn”

  1. johnny3000am 3. April 2007 um 13:25 1

    Wenn ich mich recht entsinne, habe ich vor einiger Zeit draußen vor der Bielefelder Stadtbibiothek ein kleines Schränkchen gesehen – ebenfalls mit Büchern – die waren zwar nicht zum Jagen da, aber auch zum Mitnehmen, Lesen und danach Irgendwo-Liegenlassen.

  2. Zinthiriusam 3. April 2007 um 18:28 2

    Hm. Das klingt ein wenig nach alten Büchern die Niemand mehr haben will. Oder ist das eine ähnliche Aktion? Ich fände die Idee für eine Bücherei auch nicht schlecht. Aber genauso gut könnten die die Bücher ruhig behalten und weiterhin verleihen.

  3. AnnAam 4. April 2007 um 02:04 3

    Das ist eine ganz wunderbare Idee. Erstaunlich, dass sie aus Amerika stammt. :)
    Da packt mich doch gleich der Jagdinstinkt und aus der Wächterin wird eine Jägerin!
    Ich bin dabei!! Großartig!!

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