Sep 23 2006
Trafigura – Giftmüll an die Elfenbeinküste
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Als ich so durch das abendliche Fernsehprogramm gezappt habe bin ich über einen Bericht über das GiftmüllVerbrechen an der Elfenbeinküste gestoßen.
Obwohl man schon seit Tagen immer weniger darüber hört, hat mich dieser Bericht wirklich aufgeregt.
Zur Erinnerung:
Ein von der belgischen Firma Trafigura gechartertet Frachter hat, nach UN-Angaben, auf 14 Deponien in der Hafenstadt Abidjan anscheinend illegalen Giftmüll entsorgt. Nach Angaben des ivorischen Gesundheitsministeriums starben bisher sieben Menschen an den Folgen der Verseuchung. Mehr als 23.000 Menschen hätten sich bislang in Krankenhäusern behandeln lassen.
[Quelle: ZDF.de]
Nicht das dieser Vorfall eine absolutes Verbrechen gegen die Menschenrechte darstellt, und mal wieder eine BankrottErklärung für die freie Marktwirtschaft ist – nein! – der Hammer kommt noch:
Das beteildigte Unternehmern Trafigura schiebt die Schuld auf ein ortsansässiges Unternehmen names Tommy (die haben scheinbar nichtmal ne Website). Und zu allem Überfluss versuchen sie jetzt einen guten Eindruck zu machen, indem sie Medikamente spenden.
In was für einer Welt leben wir eigentlich? Gesundheit vor Profit!?! Diese Firma gehört in den Bankrott geklagt, und jeder der mit drinn steckt auch. Vor GefängnisStrafen hat doch keiner mehr Angst, oder? An ihr Geld, muss den Beteildigten gehen. Was kostet den ein Menschenleben? Oder 23.000? Da kann nicht mehr viel Konzernmasse übrigbleiben. Und als erstes könnte man ja mal eine HandelsSperre für die FirmenAktien einführen. Nicht das einer das sinkende Schiff noch mit Verlust verkauft. Garnicht mehr verkaufen.
Wer investiert den noch in Firmen wenn die Gefahr besteht einen TotalVerlsut zu erleiden?
Also: Enteignen, Zerschlagen und die Erlöse an die SlumBevölkerung von Abidjan verteilen. Das wäre ein Exempel. Aber für Maßnahmen die gegen irgendeine der Groß-Lobbies gerichtet ist hat heute doch eh keiner mehr Mut.
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