Jul 03 2006

Vakuum und Flächenbrände

Autor: . Abgelegt unter Dunkle Horizonte

Gestern waren es so um die 30°C im Schatten. Was macht man also an einem freinen Tag? Ab in den Park!
Schnell noch ein paar Leute zusammen getrommelt und geschaut was man so für ein kleines Picknick zusammen bekommt. Bratwurst hier, Salat da, und ein paar Kleinigkeiten aus der Kühltruhe und es konnte losgehen. Sogar eine lecker Wassermelone war dabei.

Natürlich darf bei einem zünftigen Park-Tag ein Grill nicht fehlen. Und nach den letzten Reinfällen mit EinmalGrills wurde es Zeit mal ein ordentliches GrillUtensil einzupacken. Gesagt, getan. Im Park angekommen wurden erstmal die Decken ausgebreitet und die Allergietabletten geschluckt. und der Grill angefeuert. Nachdem alles auf Stufe „VorHölle“ glühte gute Temepratur hatte, wurde es Zeit das Grillgut aufzulegen. Und da fing das Debakel an. Olli hatte eine etwas futuristisch anmutende Dose dabei und verkündete stolz:

Das ist mit Vakuum. Da setzt man ne Pumpe drauf und zieht die Luft raus. Da sind ein paar Stunden im Kühlschrank so, als hättest du die Hähnchenschenkel mindestens 24 Stunden mariniert. Die Pooren gehen auf und nehmen die leckere Marinade auf

Tja, klang ganz interessant, oder? VakuumPumpen kannte ich zwar nur aus anderen Kontexten. Aber kann ja ansich nicht schlimm sein.
Jedenfalls hatten wir für seine vier Hühnerbeihne so eine „Alu- Ich- grille- wie- die- ich- habe- Angst- vor- Krebs- Luschen-Auflage“ dabei. Und da bewahrheitete sich das ganze. Das Huhn hatte ordentlich Öl aufgesaugt, dass es jetzt auch in Mengen wieder abgab. Bei der männlichen Glut fing natürlich nach kurzer Zeit an die ganze Alluschale an zu brennen. Es sah aus der Ferne mit Sicherheit so aus als würden wir versuchen einen AutoReifen zu verbrennen. Aber was tun? Hähnchen verbrennen lassen? Brennende Aluschale ins trockene Gras kippen? Alles nicht so ganz einfach. Wir konnten beim ersten von drei Branden fast das gesamte Grillgut retten. Jedenfalls haben wir einige dieser Grillschalen verbraucht, bis das Huhn endlich durch war. Und in der ZwischenZeit hatten sich alle an den Salaten, Bagels und Wassermelonen so satt gefuttert, dass das Huhn lieblos in einer Plastiktüte endete.
Ich hoffe ihr habt die Dinger noch gegessen, und nicht an den Hund verfüttert! Oder? Olli? Christian?

Was lernen wir daraus? Mit Öl vollgesogene Kadaver eignen sich hervoragend als Brandbeschleuniger!
Vielleicht kann aus dieser Erkenntnis bei der nächsten ÖlPest Kapital schlagen und in KaminAnzünder machen?!?

3 Kommentare

  • naja… mamma und der hund hatten ihren bedarf an den verzehr des toten hhnchens angemeldet … somit gingen wir leer aus.

  • Jan

    Mit l im Vakuum behandelte Hhnchenteile als Brandbeschleuniger…
    Knnte das eine oder andere Experiment wert sein.
    Danke fr die Idee *gg

  • eva

    wenn wir nicht genug zum grillen dabei gehabt htten, dann htten wir sicher auch so ne monstermcke auf den grill hauen knnen. 🙂