Mai 09 2006

Lamer

Autor: . Abgelegt unter Dunkle Horizonte,Medien

Lamer? Was ist das?

deutsch: Lahmer, ein abwertender Begriff fr jemanden, der z. B. von der Community als nicht fair empfundene Taktiken anwendet wie z. B. Campen, bewusstes Ausnutzen von Lag-Effekten, oder jemanden, der sich aufspielt, andere strt, sie als Cheater diffamiert oder sich auf andere Weise unbeliebt macht. Generell also ein Spieler, der in irgendeiner Weise nervt und den anderen den Spa am Spiel nimmt. Die Herkunft des Begriffs ist nicht ganz geklrt. Einige glauben, dass der Begriff aus der Skateboarder-Szene stammt, wo das Adjektiv lahm schon lnger abwertend benutzt wird. Gelegentlich werden auch Newbies aufgrund ihrer schlichten Unwissenheit und Unerfahrenheit bezglich den Umgangsformen im Internet als Lamer tituliert. Weiterhin wurde ein bekannter polymorpher Bootblock-Virus Ende der achtziger Jahre „Lamer“ genannt (Commodore Amiga).

Bist du einer von Ihnen? Das herauszufinden ist einfach:

Linux-Lamer-Gesetze

  • Bezeichne dich als „Profi“. In Steigerungsform „Computer-Profi“ und falls du besonders lame klingen willst „EDV-Profi“.
  • Lass dir einen Schnauzbart wachsen.
  • Interessiere dich fr Betriebssysteme, und entwickle tiefe religise Gefhle wenn es darum geht welches Betriebssystem DU benutzt. Betrachte dich als Kreuzritter in der epischen Schlacht gegen das absolut Bse. Das berleben der Menschheit steht auf dem Spiel!
  • Rede in jeder Situation von „kernel“, „shell“, „x-term“ und „open source“, insbesondere auf Partys und in ffentlichen Verkehrsmitteln. Das ermglicht es dir zu beeindrucken und fr einige Sekunden zu brillieren, auch wenn sich der Mehrzahl deiner Zuhrer vor Peinlichkeit die Fungel aufrollen.
  • Schwre auf kryptische und unbenutzbare Programme wie vi, emacs, gnuplot, x-wix etc. Falls das jemand belchelt, sage diese Programme seien „mchtig“.
  • Habe starke Meinungen. Lautstarkes Geschwtz, anderen ungefragt ins Gesicht geblasen, gibt dir Recht.
  • Benutze ausschlielich Shareware und Freeware, vornehmlich Lebenswerke skandinavischer Gummizelleninsassen. Fiebere zusammen mit einer groen Fangemeinde sehensschtig der neuesten Version entgegen und krieche Software und Programmierer gleichermaen in den A.
  • Glaube an das „Anti-Occams-Razor“-Prinzip: Von zwei Programmen die den gleichen Zweck erfllen ist immer jenes das ‚bessere‘ welches lnger zu lernen, schwieriger zu installieren und unangenehmer zu benutzen ist.
  • Verwende die Shell. Vertrete dogmatisch die Meinung, die Shell sei jeder anderen Art einen Computer zu bedienen berlegen. Lerne jedes hieroglyphische Kommando und versuche andere damit zu beeindrucken. Auch in 50 Jahren werden Computer nur mit Befehlen wie „tar -xvf bullshit“ richtig zu bedienen sein.
  • Benutze Skriptsprachen. Alle Probleme fr die Computer notwendig sind werden am professionellsten durch aufgeblasene, langsame und fehleranfllige Skriptschlachten gelst.
  • Lese Foren und Newsgroups und beteilige dich an Diskussionen ber Linux. Predige mit missionarischem Eifer fr die Verkndung des Linus, denn du bist erleuchtet. Gelobe geistige Armut, Gehorsam und ewige Betriebssystemkeuschheit. Pilgere mindestens einmal in deinem Leben zu einem Linux-Kongress.
  • Mache es dir zum Lebensinhalt, „fvwm“ einzurichten, „Filesysteme zu mounten“ und „sendmail“ zu konfigurieren. Dabei ist es von untergeordneter Bedeutung, ob diese jemals benutzt werden. Behaupte trotzdem standhaft vor Kollegen, dies alles sei „unverzichtbar“.
  • Beglcke jeden in Emails und Forumsbeitrgen mit lustigen Zitaten aus „Star Trek“, „Herr der Ringe“ sowie „Per Anhalter durch die Galaxis“. Gleichgesinnte werden sich freuen, dass auch DU geistig in der Pubertt stecken geblieben bist.
  • Baue in deinem Ein-Personen-Haushalt ein Linux-Netzwerk mit mehreren Rechnern auf. Die Faszination, einen Computer durch einen anderen fernzusteuern, entspricht der kindlichen Begeisterung einer elektrischen Spielzeugeisenbahn und wird dir ber viele einsame Stunden hinweghelfen.
  • Bereichere das Internet mit einer Lynx-kompatiblen Webseite, auf der Bilder von dir selbst, deiner Exfrau und dem Linux-Maskottchen zu finden sind. Sorge dafr, dass Verweise auf diese wichtigen Informationen richtig in Internet-Suchmaschinen eingetragen sind. Vergiss den Web-Counter nicht.
  • Gebe dich wissenschaftlich. Lasse bei anderen den Eindruck entstehen, dass du Computer und Linux fr komplizierte informatische Probleme einsetzt. Nicht funktionierende Drucker und flimmernde Bildschirme sind dabei lediglich ein „Konfigurationsproblem“.
  • Bekmpfe jeden Versuch Computer zu vereinfachen und deren Bedienung zu erleichtern. Denn wenn das eintritt, bist du sofort kein „Profi“ mehr.
  • Falls das alles nicht klappt, werde zum „Propheten des Untergangs“. Verbreite berall die depressive Philosophie „alles war frher besser“ oder „es herrscht kein Idealismus mehr, jeder strebt nur noch nach Profit“.

Das war doch nicht schwer, oder?
Hunderttausende haben es vor dir geschafft!
Viel Glck!!!

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