Apr 06 2006

Von Gen-Gammel und Milch-Mafia

Autor: . Abgelegt unter Dunkle Horizonte

Deutsche Bauern drfen dieses Jahr zum erstenmal Gen-Mais in unbegrenztem Umfang anbauen.

Das auch wir in Deutschland nicht frei von manipuliertem Gemse sind sollte jedem klar sein, der im Winter in eine Holland-Tomate beit. Ebenso wunder es mich immer wieder, wie es unsere Mandarinen schaffen, auch nach 7-8 Wochen auf der Fensterbank noch frisch auszusehen?
Aber die massive Freigabe von Gen-Gemse macht mir echte Sorgen. Und leider ist es ja mit der Verseuchung/Manipulation in erster Instanz nicht getan. Auch alle Folgeprodukte leiden unter den mglichen Auswirkungen.
Ich habe gerade einen interessanten Bericht im Polit-Magazin „Monitor“ verfolgt, bei der es um die Belastung von Milchprodukten geht. Hierbei wurde offen gelegt, dass viele deutsche Bauern ihre Milchkhe mit genmanipuliertem Mais oder Soja fttern. Alle groen MilchUnternehmen konnten nicht ausschlieen das ihre VertragsBauern dieses GenZeug verftterten. Nicht ein einziges Unternehmen.
Und das schlimme daran: In Deutschland brauchen solche Produkte nichtmal gekennzeichent werden. Somit bekommst du garnicht mit, was fr einen Dreck du in dich reinschttest.
Im Monitor-Abstract lautete es:

Grne Wiesen, glckliche Khe und unberhrte Alpenidylle – die Werbung vermittelt ein phantasievolles Bild davon, wie Milch und Joghurt entstehen. Die Wahrheit ist eine andere: Manche Firmen behaupten bis heute, dass auer gen-technisch verndertem Soja nur konventionell angebautes Futter an Milchkhe verfttert wrde – und zu Gensoja gbe es keine Alternative auf dem Weltmarkt.
Der Einsatz von genverndertem Futtermittel muss auf den Milchpackungen bislang nicht gekennzeichnet werden. Dabei wnschen sich 94 Prozent der Deutschen eine solche Kennzeichnung und die Situation verschrft sich: Denn ab diesem Jahr drfen Bauern erstmals unbegrenzt genvernderten Mais anbauen. 1.800 Hektar sind beantragt – so viel wie noch nie.

Mir wird da Angst und Bange…

2 Kommentare

  • Tja, was wir Menschen inzwischen so alles knnen, es ist unglaublich.
    Und dazu gleich die Zentrale Frage, wofr brauchen wir ihn ? Also, den Vernderten Mais, der hoffentlich mit uns Sprechen kann, und uns immer mitteilt ob er Durst, ihm Friert oder wie reif er ist. Kann er nicht ? Schade, aber mal ernst wofr brauchen wir das ? Ich stelle nicht unsere Technische Mglichkeit in Frage, nur den Sinn. Eines Liebingsargumente der Pro-Fraktion ist das wir dadurch die Produktion steigern.
    Ach ? Schn ! Es ist ja nicht so das nicht regelmig Waggonladungen von Lebensmittel vernichtet werden damit die Preise Stabil bleiben. Und von einer berraschenden Lebensmittelknappheit habe ich bisher auch nichts gehrt.

  • Jan

    Hallo,

    auch, wenn ihr es mir als der-arbeitet-ja-da-Propaganda anlasten werdet:
    Es gibt massenweise Untersuchungen, bei denen Khe mit Gentechnisch verndertem Futter gefttert wurden und man versucht hat, Teile der vernderten Gensequenzen in der Milch wiederzufinden. Dies ist nie geglckt! Insofern sehe ich das Problem nicht. Man kann, nach dem jetzigen Stand der Technik davon ausgehen, dass die Milch von Khen, die mit gentechnisch verndertem Futter mit der identisch ist, die von Khen mit unbehandeltem Futter stammt. Und ja, die Langzeitstudien laufen noch, aber alle bisherigen Ergebnisse zeigen, dass keine vernderten Sequenzen in der Milch auftauchen und dass sich das Lebensmittel Milch NICHT verndert hat.
    Den Kritikern vorneweg: Ja, es gibt auch Proben, in denen gentechnisch vernderte Sequenzen festgestellt wurden, aber die wurden unter sehr mysterisen Umstnden entnommen. Das sind die Proben, auf die Greenpeace seine Kampagne aufbaut.
    Ich kann ja verstehen, dass man keine gentechnisch vernderten Frchte (oder was auch immer) isst; in denen lsst sich das vernderte Erbgut auch recht einfach nachweisen – aber Milch hat sich so weit ich wei (und ich beschftige mich damit) nicht verndert.